Die Stadt Bochum hat erneut erfolgreich eine kommunale Einzelanleihe am Kapitalmarkt platziert. Trotz angespannter Marktbedingungen, unter anderem durch die Drohung neuer US-Zölle, konnte die Emission in Höhe von 200 Millionen Euro abgeschlossen werden. Es handelt sich um die dritte Einzelanleihe Bochums nach den Emissionen in den Jahren 2016 und 2020. Zuvor war die Stadt bereits an zwei Gemeinschaftsanleihen beteiligt gewesen.
Begleitet wurde die Anleihe durch ein Bankenkonsortium bestehend aus DekaBank, DZ BANK und UniCredit Bank. Die hohe Nachfrage seitens der Investoren führte zu einer Überzeichnung der Anleihe. Nach Angaben der Stadt war das Investoreninteresse so groß, dass theoretisch ein Volumen von über 750 Millionen Euro hätte platziert werden können. Bochum hatte jedoch von Beginn an ein Emissionsvolumen von 200 Millionen Euro vorgesehen.
Besonders deutlich zeigte sich das Interesse aus dem Ausland. Rund 58 Millionen Euro der Anleihe wurden bei internationalen Banken und Fonds platziert. Die Emission trägt laut Stadtkämmerin Dr. Eva-Maria Hubbert zur breiteren Aufstellung der städtischen Finanzierungsstrukturen bei. Klassische Kredite allein reichten angesichts wachsender Investitionsbedarfe nicht mehr aus.
Die Mittel aus der Anleihe sollen ausschließlich für Investitionen in die städtische Infrastruktur verwendet werden. Die in Düsseldorf börsennotierte Anleihe hat eine Laufzeit von acht Jahren und ist mit einer festen jährlichen Nominalverzinsung von 3,125 Prozent ausgestattet.