Das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte lädt am Mittwoch, 9. April, um 19 Uhr zu einem Vortrag über das Schicksal der jüdischen Kaufmannsfamilie Salomons ein. Dr. Franz-Josef Wittstamm wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe zur Bochumer Stadtgeschichte über das erhaltene Fotoalbum der Familie sprechen. Der Eintritt ist frei.
Leon und Martha Salomons wurden am 27. Januar 1942 von Dortmund aus ins Ghetto Riga deportiert. Mit ihnen reisten Herta Salomons und ihre Tochter Irma aus Recklinghausen. Während das Ehepaar Salomons in Riga ums Leben kam, gehörten Herta und Irma zu den wenigen Überlebenden der Deportationen.
Kurz vor der Verschleppung übergab Leon Salomons ein Fotoalbum einer Nachbarin. Diese Sammlung gewährt Einblicke in das Leben der Familie und ihrer weitverzweigten Verwandtschaft im Ruhrgebiet. Das Album wird heute im Stadtarchiv aufbewahrt und ist Teil der Dauerausstellung „Bochum macht sich – Schlaglichter Bochumer Geschichte“.
Im Vortrag werden weitere Biografien der Familie Salomons vorgestellt und in den historischen Kontext der nationalsozialistischen Verfolgung eingeordnet.