In Bochum entsteht auf zwei Hektar ein neuer Wald. Dabei ist das der erste Wald im gesamten Stadtgebiet, der neu gepflanzt wird. Außerdem wird ebenfalls der Klimawandel bei der Gehölz-Auswahl berücksichtigt.
Auch Wälder müssen an den Klimawandel angepasst werden. Es gibt Baumsorten, die mit den momentanen Wetterbedingungen standhalten müssen, da diese sich in den nächsten Jahren nicht ändern werden. Es entsteht im Langendreer ein Mischwald aus Eiche, Ahorn, Kastanie, Hasel und Kirsche auf zwei Hektor. Verpflanzt werden etwa 4.000 Forstpflanzen. Die ersten Gehölze wurden nun gepflanzt.
In der Nähe des Friedhofes, nahe dem Schrebergarten und direkt an der Hauptstraße entsteht in Bochum Langendreer ein neuer Wald. „Dieser neue Wald schafft eine Grünverbindung vom Volkspark Langendreer über den Friedhof bis zum Honnengraben und verbessert so nicht nur das Klima im Stadtteil nachhaltig, sondern ergänzt auch das Freizeit- und Erholungsangebot für die Bürgerinnen und Bürger“, sagt Oberbürgermeister Thomas Eiskirch bei der Setzung der ersten Pflanzen.
Trockenperioden wurden bei Gehölzauswahl in Langendreer berücksichtigt
Doch bevor hier in Höhe des Grundstücks Haupstraße 312 ein neuer Wald als Rückzugsort für Pflanzen und Tiere entsteht, ist der Boden in einer Tiefe von 50 cm ausgegraben worden. Eine Vermessung der Flächen hat ebenfalls stattgefunden, damit Pflanzen wie Schleh- und Weißdorn, Feldahorn und Eberesche gut Wurzeln schlagen und wachsen können. Diese Pflanzen wurden bewusst gewählt, da diese auch Trockenperioden gut überstehen. Außerdem bieten sie Vögeln, Säugetieren und Insekten einen Rückzugsort.
So entstehen Ökosysteme, die die Luftqualität verbessern und das Stadtklima regulieren. Der neue Wald kostet 100.000 € und wird gemeinsam mit dem Umweltausschuss. Bepflanzt wird die Fläche vom Baum- und Forstservice Liersch.
(c) Sebastian Sendlak